Petrinetze für die (SPS-)Programmentwicklung
Petrinetze eine transparente Entwurfsmethode für (SPS-)Programme codiert nach IEC 61131, S7 (STEP 7) oder anderes Sprachen (C, C++, Pascal, Assembler usw.).
Petrinetz- Eigenschaften: Einzelheiten finden Sie im Buch zu Petrinetzen.
Eigenschaften Petrinetz-basierter Steuerungen:
Allgemein:
- Leicht zu erlernen, durch die Fähigkeit, mit wenigen grafischen Objekten Prozesse abzubilden
- PN ermöglicht fachbereichsübergreifende Kommunikation
- Enge realitätsnahe Bindung an den Prozess (Prozessabbildung 1:1)
- Lösung bzw. Lösungsalternativen sind diskutierbar, auch interdisziplinär
- Leichte Portierbarkeit der Netze auf verschiedene Systeme (z. B. klassische SPS, SPS nach IEC 61131, C, Pascal und Fernwirksystemen usw.)
- Unterstützung der Harmonisierung auf grafischer Ebene bei gleichzeitigem, großem Freiraum für die einzelnen SPS-Anbieter bei der Syntaxgestaltung
- Verringerung der Abhängigkeit von einzelnen SPS-Anbietern
- Codierung in fast jeder Programmiersprache möglich
Dokumentation:
- Transparente Dokumentation
- Dokumentation ist gleichzeitig Programm
- Programme und grafische Darstellungen werden meist kompakter als bei anderen Entwurfsmethoden, die Informationsdichte wird erhöht, dadurch sinkt der zeichnerische Aufwand der Dokumentation
Programmentwicklung:
- Parallel ablaufende, sequentielle Prozesse sind hervorragend darstellbar
- Problemlose Synchronisation von parallelen, asynchronen Prozessen
- Modellierung unterstützt die Prozesseigenschaften, Kausalität und Nebenläufigkeit
- KV-Tafeln und Wahrheitstabellen werden überflüssig (mathematische Methoden werden kaum benötigt)
- Modulare Programmierung wird unterstützt (Schnittstellendefinition frei gestaltbar)
- Bei Generationswechsel der Hardware bleibt das PN bestehen
- Vergröberung und Verfeinerung wird unterstützt (Stichwort: Top-Down-, Button-Up-Programmierung)
- Hierarchisch strukturierte Organisation die Anwendung sowie Formulierung von Steuerungsdetails
- Effiziente Programmerstellung durch Faltung (Bitfolgeverarbeitung -> kompakter, schneller Code, geringer Speicherbedarf) und der Verwendung von AG´s, FE´s und Ressourcen
- Prozesszeiten sind integraler Bestandteil des Netzentwurfs
- Problemlose Einbindung von FUP bzw. Funktionsbausteinen und Funktionen, AWL und ggf. auch Hochsprachen (Strukturierter Text)
- Automatische Verwaltung globaler Adressbereiche (z. B. S5-Merker)
- Netztopologie verringert die Anzahl der benötigten Verriegelungen
- Weitgehend automatische Variablendeklaration (IEC 61131)
- Nur eine Entwicklungsoberfläche für verschiedene SPS-Systeme
Laufzeit:
- Patentierte ausführungszeitoptimierte oder speicheroptimierte Codegenerierung (Optimierung lässt eine 30%ige bis über 95%ige Verbesserung der Verarbeitungsgeschwindigkeit zu), die deutlich bessere Ergebnisse liefert, als AS
- Kompakte Programme durch Faltung
Inbetriebnahme:
- Erhöhte Wartungsfreundlichkeit durch Fehlen eines streng einzuhaltenden Entwicklungsformalismus
- Unterstützung der Fehlerbehandlung
- Erleichterung bei Inbetriebnahme und Simulation durch die hohe Transparenz und fehlende latente Prozesszustände
- Wartungsfreundlichkeit durch die Aussagekraft des Netzmodells und der modularen Aufbaumöglichkeit
- Wartungsfreundlichkeit auch noch bei Fluktuation der Programmierer gegeben
- Implementierung von Sonderfunktionen (ohne Austausch der Laufzeitumgebung)
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